Parata Par Tot

22 06 2009

die „parata par tot“, bolognesisch für „parata per tutti“ („für alle“) ist eine straßenparade, die jedes jahr im juni in bologna stattfindet. wahrscheinlich das größte festival bolognas, gehört es zur tradition und involviert, wie der name andeutet, alle. das heißt: ein paar monate vor der parade organisieren sich die leute in „workshops“ und bereiten jeweils in gruppen einen beitrag vor. das sind meistens schon bestehende vereine, theatergruppen, musikgruppen, usw., aber auch offene gruppen die sich nur für die parade zusammenfinden. obwohl mitmachen sicher auch toll gewesen wäre, wars wahrscheinlich besser, einfach nur zuzusehen. am freitag abend war bereits die „generalprobe“ im montagnola-park, wo einige der gruppen bereits ihre beiträge zum besten gaben. die richtige parade war dann am samstag abend, und ging vom piazza maggiore durch die straßen bis zum montagnola-park, wo es dann mit konzerten weiterging und bis spät gefeiert wurde.

leider vermisse ich nach wie vor das aufladegerät meiner kamera, drum konnte ich keine fotos machen und muss mir jetzt stattdessen einige von der italienischen tageszeitung „repubblica“ ausborgen, damit ihr euch vorstellen könnt wie das so aussieht wenn die straßen bolognas voll mit tanzenden und betrunkenen menschen ist.

piazza maggiore

parata1

parata2

parata3

montagnola

PS: während wir hier in bologna auf den straßen tanzen, sind in iranischen städten die menschen aus ganz anderen gründen auf den straßen. so können auch wir ihnen helfen: http://is.gd/13U0V und http://is.gd/18jZ9 und http://is.gd/13TK4





Anche Obama ruba le bici!

18 06 2009

auf deutsch: auch obama stiehlt fahrräder!

vorgeschichte: wie ich vielleicht schon einmal erwähnt habe, ist einer meiner mitbewohner neben seinem hauptberuf (programmierer) auch ein leidenschaftlicher aktionistischer künstler. er hat ein gutes auge für gesellschaftliche entwicklungen, und kritisiert sie in seinen projekten schamlos. vor allem die auseinandersetzung mit neuen technologien und welchen platz sie in unserem leben einnehmen, und die gute alte konsumkritik sind seine spezialität.
einige der projekte, die er gemeinsam mit freunden in einem künstlerkollektiv namens „iocose“ durchgeführt hat, finden sich hier: http://www.iocose.org/

jetzt aber zur eigentlichen geschichte: schon seitdem im jänner 2007 der vorwahlkampf für die präsidentschaftswahlen in den usa begonnen hat, war ich fasziniert von barack obama. ich bin dann schon bald zu einem „fan“ geworden und bis heute geblieben – was auch mein mitbewohner, davide heißt er, mitbekommen hat. schon öfter hat er den personenkult um obama kritisiert – was bei mir aber nicht auf fruchtbaren boden gestoßen ist.

eines tages war dann plötzlich mein fahrrad weg (ja, ich habe ein fahrrad!). in bologna sind fahrraddiebstähle keine seltenheit, also machte ich mir keine großen gedanken und fand mich damit ab. als davide dann begann, zu behaupten, er habe jemanden mit meinem fahrrad gesehen, der obama täuschend ähnlich sah, glaubte ich, er wolle mich nur auf die schaufel nehmen. bis ich dann eines abends, ungefähr zwei wochen nach dem vermeintlichen diebstahl, nach hause kam und das fahrrad in meinem zimmer fand. und darauf saß, na, wer weiß es? obama!

obama & niko

wer ganz genau schaut sieht rechts neben meinem kopf den schriftzug „anche obama ruba le bici“ an der wand hängen, quasi die moral der geschichte.
(davide hat also den ersatzschlüssel für mein fahrrad genommen und es zwei wochen lang versteckt…)

und wenn wir jetzt hören, dass obama doch nicht ganz perfekt ist, wenn er zb zulässt dass schwule in der armee gekündigt werden, dann bemerken wir mit einem verschmitzten lächeln: anche obama ruba le bici.

das ist übrigends mein zimmer, von dem ich bisher noch gar kein foto gepostet habe. es ist wirklich so klein wie es aussieht! (wenns gut geht sinds 4 m²)

und jetzt sitzt obama auf unserer couch und bringt uns einen guten nebenverdienst (5 euro für ein foto mit obama!)
auf dem foto links ist raffaele, mein anderer mitbewohner.

raffele, obama, niko





Was bisher geschah

28 04 2009

Asche auf mein Haupt. Viel zu lange nichts geschrieben. Aber dafür sind verregnete Sonntagnachmittage da, um das Blogschreiben wieder aufzuholen. (Hab den Eintrag großteils am Sonntag geschrieben und erst heute online gestellt)

In Bologna kommt schon der Frühling, den einen oder anderen Abend kann man schon auf der Piazza verbringen. Theoretisch wohne ich seit März wieder in Monte Sole, praktisch fahre ich aber meistens am Abend wieder nach Bologna und übernachte hier. (Bin jetzt endlich stolzer Bewohner einer WG; Fotos kommen noch!)

Zu Ostern wollte ich eigentlich mit einer Freundin in die Cinque Terre fahren, dann war aber in ganz Italien Schlechtwetter angesagt und wir sind in Bologna geblieben, was auch ganz nett war. Es war das ganze Wochenende warm und sonnig, wir haben am Balkon gegrillt, im Park gechillt und am Sonntag ein wunderschönes Oster-Picknick in einem kleinen Park gemacht.

Am Gründonnerstag hab ich wieder mal einen Tag lang mit Mattia auf seinem Mini-Bauernhof gearbeitet. Das war eine schöne Abwechslung. Außerdem haben wir jetzt vor, auch in Monte Sole einen Gemüsegarten anzulegen, aber bisher sind wir noch nicht dazu gekommen.

Das letzte Wochenende hatten wir in Monte Sole ein Mini-Seminar mit den Gruppenleitern eines der Camps, das wir im Juli veranstalten. Es steht unter dem Titel „CreARTing Europe“ und verbindet Jugenbegegnung, Peace-Education und Kunst. Dazu kommen Jugendgruppen aus Italien, Mazedonien, Serbien und Slowenien nach Monte Sole. Das Wochende war also interessant, aber auch anstrengend und arbeitsreich. Montag bis Mittwoch war Brandon Hamber bei uns zu Gast, um im Auftrag der International Coalition of Sites of Conscience unsere Arbeit zu evaluieren. Er hat ein zweitägiges Workshop mit einer Schulklasse beobachtet, und ich war dabei um für ihn zu übersetzen. Das war auch für mich sehr interessant, unsere Arbeit aus einer anderen Perspektive zu beobachten, und natürlich mit so einem interessanten Menschen zusammen zu arbeiten.

Die ganze letzte Woche haben wir nebenbei auch die Feierlichkeiten zum 25. April, Jahrestag der Befreiung Italiens von den Nazis, vorbereitet. Da ist in Monte Sole immer ganz viel los, sehr viele junge Leute kommen, und es gibt viele kleine Veranstaltungen.
Hier verkaufe ich gerade mit großem Stolz eine CD mit allen Folgen unserer wöchentlichen Radiosendung „Memory On Air“ (wir haben nicht viel davon verkauft, drum hab ich mich so gefreut) :)

Niko, Lucia und Memory On Air

Unter den Organisationen, die diese Gedenkfeiern mitveranstalten, und die für das „offizielle“ Gedenken verantwortlich sind, sind wir die einzigen, die sich nähere Gedanken dazu machen, warum wir überhaupt gedenken. Treffend formuliert hat das vor kurzem einer unserer Gäste aus Übersee. Nachdem ich ihm die Problematik der Mythologisierung des Partisanenkampfes erklärt habe, meinte er: „Well, I guess they just like to feel good about their World War II-History, instead of thinking about their Fascist past.“
Mein Kollege Mattia hat zu diesem Anlass einen Leserbrief an das linke „Il Manifesto“ geschrieben. Er beginnt mit: Per noi, il 25 aprile finisce mai. Für uns hört der 25. April nie auf. Und weil er so schön geschrieben hat, zitiere ich gleich noch die zentrale Stelle, die auch einen Teil unserer Arbeit definiert:

„Was nützt es, den Opfern zu Gedenken, wenn wir nicht in uns selbst die Möglichkeit erkennen, Täter zu sein? Wenn wir nicht in uns selbst, und in unserer Gegenwart, die Mechanismen enttarnen, die zu dieser Gewalt in Monte Sole beigetragen haben?“

Wir haben am 25. April unter anderem einen sehr erschütternden Film über Flüchtlingslager in Libyen, die von Italien finanziert werden, gezeigt.

Und weil ich schon dabei bin, noch ein Zitat aus dem Buch „Das Archipel Gulag“ von Alexandr Solshenizyn, das ich vor kurzem gelesen habe:

„If only it were all so simple! If only there were evil people somewhere insidiously committing evil deeds, and it were necessary only to separate them from the rest of us and destroy them. But the line dividing good and evil cuts through the heart of every human being… It is after all only because of the way things worked out that they were the executioners and we weren’t.“

Dieses Zitat kommt auch in dem Buch Humanity von Jonathan Glover vor, das ich gerade mit Faszination lese. Für unsere Arbeit als Friedensschule und für mich als Gedenkdiener sehr inspirierend.

Alle guten Dinge sind drei, drum gleich noch ein Zitat aus einem Buch das ich gerade lese und das mich berührt wie schon lange kein Buch mehr. Into the Wild von Jon Krakauer ist eine wahre Geschichte über einen jungen Amerikaner aus einer wohlhabenden Familie, der sein „bürgerliches“ Leben aufgibt, auf Reisen geht, und schließlich irgendwo in Alaska einsam verhungert. Wenige Monate vor seinem Tod hat er einen Freund in einem Brief aufgefordert, seinem Beispiel zu folgen:

„So many people live within unhappy circumstances and yet will not take the initiative to change their situation because they are conditioned to a life of security, conformity, and conservatism, all of which may appear to give one peace of mind, but in reality nothing is more damaging to the adventurous spirit within a man than a secure future. The very basic core of a man’s living spirit is his passion for adventure. The joy of life comes from our encounters with new experiences, and hence there is no greater joy than to have an endlessly changing horizon, for each day to have a new and different sun.“

Das bringt mich zum Nachdenken.





Israel & Palästina II

22 03 2009

Am Freitag Nachmittag sind wir müde aber glücklich wieder in Jerusalem angekommen. Am Abend waren wir drei bei einer Kollegin von Aaron, einer sehr netten älteren Dame namens Rivka, zum Shabat-Mahl eingeladen. Das war eine interessante Erfahrung, inklusive Gebet und Zeremonie, koscheres Essen, und sogar koscher Abwaschen! (ein Schwamm für Fleisch-Geschirr, einer für Milch-Geschirr) Rivka sammelt Kochbücher, und da war es dann eine besondere Ehre, als sie mir ein Kochbuch (mit südafrikanisch-jüdischen Gerichten) aus ihrer Sammlung geschenkt hat.

Der Samstag hat mir dann nicht sehr viele Möglichkeiten gelassen, weil da grundsätzlich nicht viel los ist in Jerusalem. Busse in die Westbank, die von Arabern betrieben werden, fahren aber trotzdem, also bin ich nach Bethlehem gefahren. Dort wurde ich von einem jungen Fremdenführer angesprochen, den ich eigentlich gleich wieder abwimmeln wollte – aber irgendwie habe ich mich doch überreden lassen, eine kleine Tour zu machen. Dass mich die ganzen Kirchen und anderen künstlichen Touristenfallen nicht besonders interessieren, hat er schnell gemerkt, stattdessen hat er mir vom Leben in der Westbank erzählt, und das hat mich schon mehr interessiert.

Sonntag und Montag war ich beide Tage im Yad Vashem (Holocaust-Gedenkstätte & Museum). Ich hab mir gleich zwei Tage dafür Zeit genommen, damit ich mir in Ruhe alles ansehen konnte. Es war natürlich sehr beeindruckend und interessant. Ich hab auch Aaron und Clara, die dort Gedenkdienst machen, an ihrem Arbeitsplatz besucht.

Am Dienstag hab ich Jerusalem schließlich schweren Herzens verlassen und bin nach Haifa gefahren, wo ich ein wenig außerhalb bei einem Couchsurfer untergekommen bin. Am Dienstag Abend waren wir noch im Zentrum Haifas, wo unter anderem der Bahai-Garten liegt, einer der heiligsten Orte für die Bahai-Religion. Wundert mich nicht dass er heilig ist, schön ist er nämlich sehr:

Bahai Garten

Am Mittwoch haben Dimago (mein Gastgeber) und ich Akko besucht, eine alte Hafenstadt mit vielen Ausgrabungen, an der einst schon Napoleon gescheitert ist.

Nikko in Akko

In Akko haben wir zu Mittag Hummus gegessen. Den meisten von uns ist Hummus als Brotaufstrich bzw. Beilage bekannt, aber dort war es eine Hauptmahlzeit. Ein Suppenteller voll Hummus, in Öl schwimmend, mit Pita dazu – basta! Dimago war zwar begeistert, ich hatte aber bald genug davon…

Am Nachmittag hab ich einen langen und schönen Strandspaziergang gemacht, zum Baden war es mir ein bisschen zu kalt.

Strand in der Nähe von Haifa

Donnerstag Morgen hab ich schon wieder meine sieben Sachen gepackt und bin wieder Richtung Akko aufgebrochen, diesmal aber nicht in die Stadt sondern etwas außerhalb in den Kibbuz Lohamei HaGetaot, den „Ghettofigthers’ Kibbuz„, wo bis vor kurzem noch der Vinzent, ein Gedenkdiener, gearbeitet hat. Dieser Kibbuz wurde von Holocaust-Überlebenden gegründet, die dort auch das „Ghettofighter Museum“ gestaltet haben, um ihre Geschichte und die des Widerstands im Holocaust zu erzählen. Obwohl Vinzent nicht mehr dort ist, hat für mich mit seiner ehemaligen Kollegin Deborah Kontakt hergestellt, die sich dann für mich Zeit genommen hat um mir das Museum und den Kibbuz zu zeigen.
Am späten Nachmittag ist sie dann mit mir nach Nahariyya gefahren, wo wir gemeinsam mit ihrer Familie gegessen haben. Es war dank Deborah ein wirklich toller Tag.
Am Abend bin ich mit dem Zug wieder Richtung Tel Aviv zu meiner Tante und meinem Onkel, Barbara und Raphi, gefahren.

Dort habe ich die letzten Tage verbracht. Da hab ich mich auch nochmal mit Stefan, der in Tel Aviv Gedenkdienst macht, getroffen.

Es war eine wunderschöne Reise! Ich hoffe, bald wieder nach Israel zurückzukommen.





Israel und Palästina I

19 03 2009

Ja, wo war ich eigentlich? Israel und Palästina? Israel und die (besetzten) Palästinensergebiete? oder einfach Israel? oder gleich im Heiligen Land? Die Komplexität des Nahostkonflikts fängt schon bei der Namensgebung bzw. dem „wording“ an. Ob man nämlich die israelischen Siedlungen in Ostjerusalem als „Settlements“ oder (auf CNN) als „Jewish neighborhoods on the outskirts of Jerusalem“ bezeichnet, macht wenn mans genau nimmt schon einen gehörigen Unterschied und lässt einiges darüber erkennen, wo die eigene Meinung zu dem Konflikt steht. Ich nenne die Palästinensergebiete aber Palästina, und zwar nicht nur aus Sympathie mit den Palästinensern, sondern einfach aus Optimismus, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist bis der Name „Palästina“ wieder neben „Israel“ ganz offiziell auf der Landkarte stehen wird.

Aber eigentlich soll das ja nur ein kleiner Bericht über meine zweiwöchige Reise sein.

Die Abreise hatte es schon mal in sich. Am Flughafen in Mailand wurde ich von den freundlichen Securities als Staatsfeind Nr. 1 ausgewählt und musste vor dem Abflug fast 2 Stunden lang abwechselnd alle möglichen (und unmöglichen) Fragen beantworten und warten bis mein Gepäck aufs gründlichste durchsucht wurde. Den Flug hab ich dann noch erwischt weil ich von einer extra für mich abkommandierten Mitarbeiterin von El-Al (der israelischen Fluglinie) quer durch den Flughafen zum Gate gebracht wurde.
Als ich dann mit ein wenig Verspätung in Tel Aviv gelandet bin, hat der Shabat auch schon begonnen (mit Sonnenuntergang gehts los). Mein Onkel und meine Tante, die in Kfar Saba in der Nähe von Tel Aviv leben, haben mich vom Flughafen abgeholt und wir haben einen gemütlichen Abend verbracht.

Die ersten paar Tage habe ich dann bei den beiden in Kfar Saba verbracht, und von dort aus haben wir gemeinsam ein paar Ausflüge gemacht. Ins Tel Aviv Museum of Art, ins Diaspora Museum (sehr empfehlenswert), und zu einer römischen Ausgrabung in Cesarea. Und hier auch gleich mal die ersten Fotos:

Cesarea

Niko in Cesarea

Dann sind wir gemeinsam nach Jerusalem gefahren, wo wir uns das Israel-Museum und die Innenstadt angesehen haben. Ich bin dann gleich dort geblieben, und bin bei Shira, einer Freundin von Vinzent (ehemaliger Gedenkdiener in Akko), untergekommen. Das heißt ich hab in der schönsten Wohngegend Jerusalems gewohnt (gleich neben Benjamin „Bibi“ Netanyahu und down the street vom Präsidentenpalast.).

Am nächsten Tag hab ich dann die Antonia Schenkenfelder im Österreichischen Hospiz besucht, wo sie jetzt ein halbes Jahr als Freiwillige gearbeitet hat. Ich war ganz hin und weg weil es so schön ist dort, es ist ein kleines Paradies inmitten der viel zu überbevölkerten Innenstadt.  Wie es sich gehört hab ich dort Schnitzel gegessen, eine Melange getrunken und dann noch einen Apfelstrudel verdrückt. Der Blick von der Dachterasse ist der Hammer:

Jerusalem

Und gleich noch ein Foto von der Klagemauer – auch nicht so aufregend wie man sich das vorstellt. Bemerkenswert ist auch die Trennung von Mann und Frau an der Mauer. (Rechts die Frauen, links die Männer, dazwischen eine Trennwand)

Klagemauer

Mit der Antonia hab ich dann noch einen Spaziergang über die Dächer gemacht, und dann hab ich mich mit meinen beiden Gedenkdienstkollegen Aaron und Philipp am jüdischen Markt („Shuk“) getroffen. Aaron ist einer der Gedenkdiener im Yad Vashem (Holocaust-Memorial/Museum), und Philipp ist Gedenkdiener in London (den hab ich letztes Jahr besucht, siehe Blog-Eintrag), der auch zufällig grad in Israel war.  Der Shuk ist wirklich ein Erlebnis, er ist recht unscheinbar, aber sehr verzweigt und relativ groß. Und die Verkäufer schreien, da ist der Hamburger Fischmarkt nichts dagegen.

Shuk

Am Donnerstag hab ich dann mit ICAHD (Israeli Committee Against House Demolitions) eine „Alternative Tour“ durch Ostjerusalem und zu einer jüdischen Siedlung gemacht. Wir sind mit einem Kleinbus zu verschiedenen Orten gefahren, anhand denen uns eine ICAHD-Mitarbeiterin die vielen Probleme des Nahostkonflikts erklärt hat.
Die Tour hat uns unter anderem auch zur Trennungsmauer (grob gesagt) zwischen West Bank und Israel geführt. Sie ist voll mit Slogans und Sprüchen wie diesem hier:

Mauer

Am Abend bin ich dann mit dem Bus nach Masada gefahren. Masada ist eine Bergfestung, in die sich am Ende des jüdischen Aufstands (gegen die Römer, ca. 70 a.d.) 960 Juden zurückgezogen haben. Sie wurden aber von den Römern belagert und entschieden sich in der aussichtslosen Lage, lieber als freie Menschen zu sterben als den Römern in die Hände zu fallen – also Massenselbstmord.

Masada
In Masada (genau genommen unterhalb, am Fuß des Berges) hab ich mich mit Philipp und Aaron getroffen, die schon am Nachmittag gekommen sind. Wir hatten Zelt und Schlafsack dabei um in der Wüstenlandschaft zu übernachten, und wie es der Zufall so will, finden wir gleich in der Nähe unseres Zeltes ein fertiges Lagerfeuer (mit Holz! eine Seltenheit in diesem Gebiet). Da hatten wir dann eine Freude daran. Es war ein richtig schöner, idyllischer Abend.

Lagerfeuer

Am nächsten Tag hat uns der Wecker um 4:15 aus dem Schlaf gerissen, denn wir wollten nicht nur nach Masada rauf, sondern auch noch schneller als die Sonne sein! Der Weg, der nach oben führt, heißt „Snake Path“, und wird vom jüdischen Historiker Josephus Falvius so beschrieben: „…and he that would walk along it must first go on one leg and then on the other; there is also nothing but destruction in case your feet slip, for on each side there is a vastly deep chasm and precipice, sufficient to quell the courage of anybody by the terror it infuses into the mind.“
So schlimm wars dann aber nicht ;)
Um viertel vor 6 sind wir dann schweißgebadet oben angekommen, pünktlich für den Sonnenaufgang, der dann natürlich umso schöner war:

Sonnenaufgang

Morgensonne

Das improvisierte Frühstück bestand aus Wasser, Datteln und einem Granatapfel. Nach einem Rundgang durch die ehemalige Festung gings dann auch schon wieder runter und mit dem nächsten Bus weiter nach Ein Gedi ans Tote Meer. Die Erklärung erspar ich mir, aber das obligate Bild muss sein :-)

Niko im Toten Meer

Danach sind wir noch in den Naturpark Ein Gedi gewandert, wo es sehr schöne Wasserfälle gibt.

Ein Gedi

Rechtzeitig vor Shabat-Beginn mussten wir wieder nach Jerusalem zurück, denn am Shabat fahren bekanntlich keine Busse.

fortsetzung folgt…





Der Frühling kommt!

22 02 2009

Nach einer viel zu langen Blog-Pause muss ich mich jetzt endlich wieder einmal ausführlich zu Wort melden. Wie der Titel schon verrät, wird Italien von dem in Österreich herrschenden Wintereinbruch verschont, und es wird jeden Tag wärmer und sonniger. Vor wenigen Wochen noch hab ich einen sonnigen Tag als Anlass genommen, die Mittagspause mal ein bisschen zu verlängern um noch gemütlich lesend am Balkon sitzen zu können, aber da dann meine Arbeitsmoral sehr stark gelitten hat (jeden Tag Sonne, hab den Balkon kaum noch verlassen), musste ich das wieder ein bisschen zurück schrauben.
Aufmerksame LeserInnen werden sich jetzt wundern, was das denn für ein Balkon ist, auf dem ich das Dolce Vita genieße! Gut aufgepasst ;-) Nachdem ich in Bologna ja keinen fixen Arbeitsplatz habe, und es in meinem Zimmer (aka „das Loch“) kein Internet gibt, flüchte ich jetzt immer in meine zukünftige WG, um dort nicht nur zu arbeiten, sondern auch zu essen (alleine Kochen ist langweilig), und gemütliche Abende zu verbringen – ja, ich geh eigentlich nur noch zum Schlafen nach Hause.

Apropos nach Hause – letzten Donnerstag ist Mathias abgereist, der mich hier fast zwei Wochen lang besucht hat. Er war übrigends der erste Freistädter, der sein Versprechen eingelöst hat und nach Bologna gekommen ist! Da nehmt euch mal ein Beispiel ;-)
Jedenfalls hatten wir eine schöne Zeit. Wir waren auf einer Anti-Taufe („Festa di Sbattezza“), also ein Fest anlässlich des Kirchenaustritts eines Freundes. Das war ganz lustig, es gab eine Zeremonie, bei der ihm symbolisch ein auf die Stirn gemaltes Kreuz weggewischt, und seine nassen Haare geföhnt wurden (quasi Rückgängigmachung des Tauferitus). Und zur Krönung hat er gleich darauf einen Apfel gegessen. (Symbol für die Erbsünde)
Am Mittwoch haben wir „La Rondine“ von Puccini gesehen und, Glückspilze die wir sind, zu sechst zwei Logen bevölkert, zum unschlagbaren Preis von 10 Euro pro Kopf. Danach noch ein Jazz-Konzert mit freiem Eintritt. Ich liebe Bologna.

Nächstes Wochenende fliege ich für zwei Wochen nach Israel! Ich freu mich schon sehr. Dann gibts bestimmt wieder was zu erzählen.





Politisieren…

31 01 2009

…tu ich ja in meinem Blog normalerweise nicht, für die, die mich kennen, wahrscheinlich etwas ungewohnt. In letzter Zeit sind mir aber ein paar Dinge aufgefallen, die mich derartig fassungslos den Kopf schütteln ließen, dass ich mir das jetzt einmal von der Leber bloggen muss.

Eine Sache die mir, als ich davon gelesen habe, wie eine Faust in den Magen gefahren ist, war die Meldung, dass Papa Ratzinger die Exkommunizierung gegen einen Holocaust-Leugnenden Bischof aufgehoben hat. Ich glaube ich muss dazu gar nichts sagen; es ist eine bodenlose Frechheit, schlimm für alle Überlebenden der Shoah und eine Faust ins Gesicht für alle Katholiken, die trotz Vatikan viele gute Sachen machen. Und ein Argument gegen christlich-soziale Politiker, die die Kirche als Schützen der Moral darstellen wollen.

Die Nachricht von der Verschrottungsprämie hat bei mir einfach nur Kopfschütteln ausgelöst. Während Obama mit einem Green-Deal die amerikanische Wirtschaft umkrempelt, verteilt unsere Regierung unser Steuergeld an Autohändler,  und verkauft das auch noch als „Konjunkturbelebungsmaßnahme“. Ja wenn es in Österreich wenigstens eine ordentliche Autoproduktion gäbe! So geht das alles nach Deutschland und Japan. Und die Konsumenten haben auch nicht viel davon, weil die Prämie teilweise von den Rabatten abgezogen wird. Von der Klimapolitischen Dummheit der Aktion ganz abgesehen.
Wenigstens gibt es sinnvolle Ideen wie jener des VCÖ, nämlich einer Prämie für Fahrradkauf und Öffi-Karten.

So, das wars fürs erste mit Politik. Vielleicht kommt in Zukunft öfter was davon.

Für alle freistädter FreundInnen: Ich komm am Wochenende nach Hause, Freitag bis Sonntag, und würd mich freuen möglichst viele von euch zu sehen!





Allerlei Berühmtheiten

10 01 2009

Nach einem sehr erholsamen und abwechslungsreichen Österreich-Aufenthalt bin ich jetzt schon wieder fast eine Woche in Bologna. Am Montag Vormittag bin ich zwar gut hier angekommen, aber ein bisschen hab ich mich ärgern müssen über die jüngste Fahrplanreform nicht nur in Österreich sondern auch in Italien, die mich insgesamt 4 Stunden Reisezeit gekostet haben und wegen der ich ein zusätzliches Mal umsteigen musste. Mangels Konkurrenz habe ich aber meine Tickets für den nächsten Heimaturlaub bereits gekauft, und zwar werde ich von 6. bis 8. Februar für ein Wochenende nach Freistadt kommen. Wir feiern, dass mein Papa jetzt schon ein halbes Jahrhundert unter uns weilt, und da muss ich natürlich mitfeiern.

Jetzt aber zu den Berühmtheiten die ich laut dem Titel dieses Eintrags getroffen habe: Am Dienstag war ich wieder mal bei einem Vortrag der Johns Hopkins University (bzw. des Bologna-Centers der JHU), wo uns Francis Fukuyama auf dem Weg zu einem Treffen mit Nicolas Sarkozy einen Besuch abstattete. Sein Vortrag „A New Era?“ zu den Folgen der Finanzkrise war recht interessant.

Und heute Morgen spaziere ich so durch die Straßen Bolognas und wen sehe ich? Romano Prodi läuft mir gleich zweimal über den Weg. Ich hab mich eh gewundert warum ich ihn noch nie hier gesehen hab, immerhin wohnt er ganz in der Nähe wo auch ich jetzt mein Zimmer hab.

Apropos Zimmer: Ich habe ein Bett! Nach ein paar sehr kalten Nächten und einer verzweifelten Flucht ins Gästezimmer einer Freundin habe ich von Marzia ein Bettgestell und von Freunden eine Matratze bekommen. Jetzt schläft sichs schon um einiges gemütlicher, und es ist auch nicht mehr so kalt wie am Boden.

So das wars wieder, alles Gute und bis zum nächsten Mal!





Urlaub in Österreich

23 12 2008

Und schon wieder muss ich einen Blogeintrag mit der Bitte beginnen, die lange Sendepause seit dem letzten Bericht zu entschuldigen. Dafür nehm ich mir jetzt Zeit, euch alles was seither passiert ist zu erzählen.

Wie viele von euch eh schon bemerkt haben, war das mit dem Generalstreik eh nicht so schlimm, ich habe also trotzdem die Reise antreten können und bin am Samstag den 13. Dezember gesund und munter in Freistadt angekommen. Die Woche zuvor war noch ein wenig stressig bei mir. Das lag unter anderem daran, dass ich in meinem Zimmer kein Internet habe, und daher dauernd in ein Internet-Cafe pilgern musste. Am Mittwoch musste ich auch noch meinen Tätigkeitsbericht an das Innenministerium fertig schreiben, und am Mittwoch und Donnerstag die Scuola di Pace bei einer Messe vertreten. Am Mittwoch Nachmittag haben meine beiden KollegInnen Mattia und Elena ein Projekt begonnen, bei dem sie regelmäßig eine Kindergartenklasse besuchen und mit den Kindern pädagogische Spiele machen, die mit Frieden, Toleranz, usw., zu tun haben. Meine Aufgabe wird sein, sie zu begleiten, das ganze zu Filmen und nachher eine kleine Doku daraus zu schneiden. Das wird sicher eine spannende Sache.

Schon lange versprochen habe ich euch Fotos von meinem bescheidenen Zimmer in Bologna! Wie gesagt wohne ich nicht in einer WG, sondern bei einem (katholischen) Sozial-Verein, wo zwei Zimmer für Zivildiener oder kirchliche Würdenträger zur Verfügung stehen. Eins davon hab ich jetzt, und das andere (schönere, größere) hat irgendein Priester der hin und wieder nach Bologna kommt. Kurz gesagt, stellt euch einfach vor ich wohne in einem Zimmer im Pfarrhof, so kann man das vergleichen.

Zimmer in BolgonaLinks unten seht ihr die Luftmatratze auf der ich im Schlafsack schlafe. Keine Sorge, ein Bett bekomme ich im Jänner, und Luxus bin ich sowieso schon lange nicht mehr gewöhnt… :)

In dem Zimmer ist leider keine Heizung, darum hab ich von Elena einen Mini-Heizstrahler bekommen, der zwar nicht sehr leistungsstark ist, aber immerhin verhindert, dass das Glas Wasser neben meinem Bett in der Nacht zu Eis wird.

Jetzt aber nach Österreich: Samstag und Sonntag habe ich mit meiner Familie und meinen Freunden verbracht, es war richtig schön, wieder zu Hause zu sein. Ich hab mich gleich wieder wohl gefühlt und es ist mir vorgekommen, als hätte sich gar nichts verändert während meiner Abwesenheit.

Am Montag bin ich dann früh am Morgen nach Wien aufgebrochen, immerhin bin ich ja nicht auf Urlaub hier! Zumindest letzte Woche nicht; ich war auf „Dienstreise“ in Wien, um für eine Ausstellung in Italien ein wenig zu recherchieren und bestimmte Dokumente zu suchen. Wie schon befürchtet, sind der Großteil der Originaldokumente von SS und Wehrmacht in Deutschland, ich musste mich also damit begnügen, die genauen Quellenangaben aufzuschreiben und werde dann nach den Feiertagen im Bundesarchiv in Deutschland nach einer Kopie der gesuchten Akten fragen. Was ich aber gefunden habe, ist eine Kopie der SS-Personalakte von Walter Reder, dem Kommandanten des Massakers von Marzabotto, und eine ausführliche Pressesammlung über Walter Reder.

Nebenbei konnte ich aber auch die Wiener Kaffeehauskultur genießen, die Ausstellung zum 90. Geburtstag der Republik im Parlament ansehen, meine Tante Johanna, Sebastian und Sabine bekochen, mit den beiden letzteren in die Oper gehen (Die Fledermaus, in der Volksoper) und ein paar FreundInnen treffen.

Am Freitag bin ich dann nach Tulln gefahren, zum Auswahlseminar des Verein Gedenkdienst, wo unter anderem auch mein Nachfolger aus 7 Bewerbern ausgewählt wurde. Dort waren auch meine Jahrgangs-KollegInnen, die gerade in anderen Ländern Gedenkdienst machen, und es war sehr schön, sie alle wieder zu sehen.
Die Auswahl meines Nachfolgers war nicht einfach, aber ich habe ein sehr gutes Gefühl dass wird den Richtigen genommen haben.

Am Sonntag bin ich dann wieder nach Freistadt gefahren und verbringe jetzt die Feiertage mit meiner Familie und meinen Freunden hier. Am 4. Jänner gehts dann wieder ab nach Bologna!

Ich wünsche allen Blog-LeserInnen schöne Feiertage, frohe Weihnachten, frohes Chanukka, oder was auch immer.





London, Bologna, Monte Sole

7 12 2008

Nach einer unfreiwilligen Blog-Pause finde ich jetzt endlich wieder Zeit, über all die Geschehnisse der Zwischenzeit zu berichten! Aber alles der Reihe nach.

1. Ich war in London! Letztes Wochenende (+ Montag und Dienstag)  habe ich meinen Londoner Gedenkdienst-Kollegen Philipp, er arbeitet im London Jewish Cultural Centre (LJCC), besucht. Auch wenn es meistens geregnet hat, fand ich die Stadt sehr spannend und schön. Am Dienstag bin ich dem Schlechtwetter entflohen und habe den Tag im Tate Modern, dem Museum für moderne Kunst, verbracht. Ich war ganz hin und weg und wär am liebsten den ganzen Tag dort geblieben, was sich dann aber nicht mehr ausgegangen ist. Am Abend waren wir dann im LJCC bei einer Veranstaltung mit dem früheren Chef der Conservative Party, Michael Howard, was wirklich interessant war, auch wenn ich bei manchen seiner aussagen (er ist ein überzeugter Law&Order Typ) ein bisschen Bauchweh bekommen habe.

Hier waren wir in einer sehr netten Weinbar, die zwar extrem voll war, wir jedoch das Glück hatten einen Tisch zu ergattern: (an dieser Stelle liebe Grüße und Ätsch an den Hansi)

Weinbar

2. Ich bin umgezogen! Ich habe jetzt ein Zimmer in Bologna, wo ich zwar zurzeit noch mit Schlafsack und Luftmatratze schlafe, aber das ist mir egal, Hauptsache ich muss nicht mehr dauernd nach Monte Sole fahren. Fotos vom Zimmer hab ich leider noch keine gemacht, ich werd aber versuchen sie so bald wie möglich hier online zu stellen.

3. Ich hab den Vanillekipfer-Wettbewerb gewonnen! Nachdem ich vor ein paar Wochen Vanillekipferl für meine Kolleginnen gemacht habe, hat mich Marzia zum Duell herausgefordert! Dieses Wochenende sind alle acht MitarbeiterInnen der Scuola in Monte Sole (Feedbackseminar für das Arbeitsjahr 2008), und diese Gelegenheit haben wir genutzt um alle unsere Back-Künste gegeneinander aufzubringen. Heute nach dem Mittagessen war das große Finale, und um den/die Sieger/in zu küren gab es drei verschiedene Votings: Anna, die Köchin des „Poggiolo“ nebenan, wo der Wettkampf stattgefunden hat, übernahm die Rolle des „Expertinnenurteils“. Zwei KollegInnen bildeten die Jury, und der Rest war das „Publikumsvoting“ Anna hat zwar in der Blindverkostung für Marzia gestimmt, aber sowohl in der Jury und im Publikumsvoting hatte ich die Nase vorn und bin daher Vanillekipferlkönig von Monte Sole! :-)

Wir haben aber nicht nur Vanillekipferl um die Wette gegessen und gebacken, sondern auch andere lustige Sachen gemacht. Zum Beispiel die Artikel der Italienischen Verfassung pantomimisch darstellen! Und die anderen müssen erraten welcher es ist. Es ist lustiger als es sich anhört! :) Das sind Mattia und Stefano und die Costituzione Italiana die bei uns an der Wand hängt:

dsc02458

4.  Am Freitag war ich mit zwei Freundinnen im Theater. Wir haben uns Romeo und Julia als Ballett (Musik von Sergei Prokofjew) angeschaut (praktisch, da musste ich nicht mal italienisch verstehen). Es war wirklich sehr schön, und mit Restkarten auch nicht teuer.  Muss ich öfter machen!

5. Nächsten Freitag, wo ich eigentlich nach Österreich fahren wollte, ist in Italien Generalstreik! Das heißt ich weiß noch gar nicht ob der Zug fährt! Ich hoffe aber schon,weil es ja ein internationaler Zug ist und den können sie nicht einfach ausfallen lassen… Die gute Sache: Auch ich streike am Freitag! Schließlich muss ich mich mit den SchülerInnen und Studierenden in Italien solidarisch Zeigen (der Streik ist nämlich gegen die Bildungsreform der Berlusconi-Regierung, die mehr oder weniger das öffentliche Bildungssystem ruinieren würde/wird).

Also dann, hoffentlich werd ich nächsten Samstag in der Früh froh und munter aus dem Zug steigen und viele von euch im Laufe des Wochenendes sehen!








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